Der Übergang kam vor der Umgestaltung seinen wichtigen Funktionen weder in seiner gestalterischen noch in seiner funktionalen Ausstattung nach. Der Bereich wies einen ungeordneten und funktionslosen Gesamteindruck auf und war von baulichen und gestalterischen Missständen gekennzeichnet. Zentrales Ziel war es, den Platz in einen attraktiven, barrierefreien und verkehrsberuhigten öffentlichen Stadtraum umzugestalten, der seiner wichtigen Funktion als städtebauliches Bindeglied zwischen den Stadtteilen gerecht wird.

Zentrales Gestaltungsmittel ist eine zeitgemäße gestalterische Sprache. Die Platzfläche wird durch organisch geformte Hochbeete aus Cortenstahl geprägt, die sich in ihrer Form von der angrenzenden Zeilenbebauung abheben. Die moderne Bepflanzung besteht aus trockenheitsverträglichen, pflegeextensiven und großflächig verwendeten Stauden und Blumenzwiebeln aus Gräsern, Schwertlilien und Kugellauch. So entsteht der Eindruck eines Gräsermeeres, über dem die Blüten der Lilien und des Lauchs zu schweben scheinen. Durch die Höhenmodellierung der Beete wird der Eindruck von Wellenbewegungen noch gesteigert. In dem Hochbeet direkt vor dem angrenzenden Hausgiebel sind mehrstämmige Solitärkirschen gepflanzt, um die Dominanz des Giebels zu nehmen. Die Platzflächen sind mit großformatigen anthrazitfarbenen Betonpflaster ausgelegt, in dem unterschiedliche lange weiße Linienabschnitte wie ein wiederkehrender Strichcode liegen. Die strenge Pflasterung nimmt auf die  Zeilenbebauung Bezug. Auf dem Platz sind mehrere Ruhezonen mit Bänken angelegt. Die Ausleuchtung des Platzes erfolgt über geschwungen geformte Leuchten. Durch die Umgestaltung ist ein öffentlicher Stadtplatz entstanden, der eine hohe Aufenthaltsqualität besitzt.

Ort: Neuruppin
Bauherr: Fontanestadt Neuruppin
Flächen: 1.600 m2
Leistungsphasen: 2 – 8
Projektzeitraum: 2009 – 2012
Projektstatus: abgeschlossen
Baukosten: 305.000,00 €